Verfasst von: RHS | Freitag, 19. März 2010

Google startet Echtzeit-Suche

Wir ziehen um: http://www.noosphaere.de/

Seit heute, 19.03.2010 präsentiert Google Ergebnisse in sog. Echtzeit.

Was heißt das?

Google bietet damit Suchmaschinentreffer an, die sozusagen druckfrisch über social communities gepostet wurden. Man erhält diese nahezu sekundenaktuellen Texte durch die normale Google-Suche, wobei man nach dem Erscheinen der Trefferliste zwischen dem Google-Suchfeld und den Treffern auf die Option ‚Optionen anzeigen‘ gehen muss. Dort kann man dann im links erscheinenden Block auf ‚Neueste‘ klicken und schon hat man die aktuellsten Treffer zum eingegebenen Suchbegriff.

Ein interessanter Nebeneffekt dieser Liste ist, dass sie sich selbstständig aktualisiert, so dass sie wie ein Newsticker funktioniert.

Zur „Echtzeit“ …

Der Begriff ‚Echtzeit-Suche‘ ist einer derjenigen Begriffe, die wir im Kontext des World Wide Webs (dessen Bezeichnung immer mehr ins Hintertreffen und ungenau durch Begriffe wie ‚Netz‘, ‚Web‘ oder ‚Internet‘ ersetzt wird) nutzen, ohne sie wirklich zu hinterfragen. Was bitte soll an einer Zeit echt oder unecht sein? Dass es sich hierbei um eine Lehnübersetzung aus dem Englischen handelt, dürfte nicht weiter verwundern. Es widerstrebt mir allerdings von ‚Echtzeit‘ zu sprechen, wenn doch eher die ‚Jetzt-Zeit‘ gemeint ist. Also jener kurze, vergängliche Moment der Gegenwart, der just mit dem Wahrnehmen auch schon vergangen ist.

Mit dieser durch Google erneuten Reduzierung der ‚Bedenkzeit‘ von Nachrichten oder Texten, die als solche missverstanden werden, ist der Informationsstrom wieder etwas schneller geworden. Nicht, dass es derlei Sekundenaktualität nicht schon früher (eben über Newsticker) gegeben hätte, jedoch ist die Präsentation über die Google-Website mit einer ganz neuen Präsenz verbunden, die kaum ein Newsticker zu leisten imstande wäre. Was bei Twitter schon für ein permanentes Informationsrauschen gesorgt hat, hält nun Einzug in die wesentlich häufiger verwendete Suchtechnologie und das Rauschen wird ein allgegenwärtiges Brummen.

Die Noosphäre von Pierre Teilhard de Chardin rückt immer näher …


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