Verfasst von: interretiatus | Samstag, 5. Januar 2008

Der vernetzte Mensch

Es ist an der Zeit zuzugeben, dass wir in ein neues Stadium der Kulturgeschichte eingetaucht sind. Wir verlassen die Pfade des homo oeconomicus zusehends und lernen unsere altruistische Seite kennen, indem wir uns scheinbar selbstlos am Befüllen von social communities beteiligen. Das Dasein als homo ludens macht uns auf Dauer nicht wirklich zufrieden, es sei denn man hat seine Aufgabe im 24-Stunden-Zocken gefunden. Dass, was wir in dieser kommunikationstechnologischen Welt gemeinsam haben ist also weder das Geld noch das Spiel, sondern die Vernetzung.Ein jeder, der sich im Cyberspace bewegt, wie immersiv auch immer die Plattform sein mag, ist ein homo interretiatus. Da ich nicht wirklich des Lateinischen mächtig bin, danke ich auf diesem Weg Dr. Bettina Bock vom Lehrstuhl für Indogermanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena für die Erlaubnis, diesen Ausdruck verwenden zu dürfen. Eigenmächtigerweise verzichte ich auf den Suffix ’sapiens sapiens’, denn ein vernetzter Mensch ist aus meiner eigenen leidvollen Erfahrung nicht zwangsläufig auch vernunftbegabt.Möge der homo interretiatus einen Sinn in seiner Existenz finden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: