Verfasst von: interretiatus | Samstag, 6. Februar 2010

Videos schneiden und konvertieren

Endlich hat die Suche nach einer einfachen, kostenlosen und auch noch guten Lösung für die Bearbeitung von Videodateien und die anschließende Konvertierung ein Ende.

Die Lösung zum Schneiden lautet: avidemux

Die Lösung zum Konvertieren lautet: Any Video Converter

Verfasst von: interretiatus | Sonntag, 20. September 2009

Die erste Online-Community zum Abschalten

Die ständig neu erscheinenden Online-Communities und stets ge-relaunched’n Mega-Communities lassen ab und zu … in einer selten gewordenen stillen Minute … die Frage aufkommen, weshalb wir uns eigentlich diesen Communities überhaupt anschließen sollten?! Ob eine Vernetzung überhaupt Nutzen mit sich bringt … oder man auf der Suche nach Nutzen wichtige Lebenszeit vergeudet … bleibt oft unbeantwortet.

Umso nützlicher ist eine vollkommen andere (wirklich!) Community AutistVZ … denn sie verbindet niemand mit niemandem … und lässt einem nach dem Einloggen endlich einmal die Zeit, die man sonst so fahrlässig vergeudet ;-)

Verfasst von: interretiatus | Freitag, 11. September 2009

Wo war ich schon überall?

Wer sich einmal vor Augen führen möchte, welche Staaten man bisher besucht hat, kann dies mit

http://douweosinga.com/projects/visited

tun.


visited 20 states (8.88%)
Create your own visited map of The World or Best time to visit Japan

Verfasst von: interretiatus | Samstag, 13. Juni 2009

Bibliographieren online – Library 2.0 [UPDATE, 14.06.2009]

Das Anlegen gut sortierter Literaturdatenbanken ist ein aufwändiges Geschäft, das beizeiten mehr Zeit verschlingt als das Lesen der Literatur selbst. Seit Beginn der Personal-Computer-Ära haben Studierende und Wissenschaftler ihre eigenen kleinen, aber feinen Literatursammlungen ihren C64ern, Schneider CPCs, Sinclairs und Ataris mit Datenbanksystemen wie dBase einverleibt. Doch neue Hardware brachte neue Software mit sich bzw. neue Software bedingte die Anschaffung neuer Hardware und so wurden mehr oder minder aufwändige Datenexporte notwendig, die mühsam programmierte Makros nutzlos haben werden lassen.

Nachdem man bei solchen Wechseln Daten oder Funktionen verloren hatte, stellte sich oft die Frage, ob man weiterhin diesen wohl nie endenden Aufwand betreiben und sich software- und programmiertechnisch immer auf dem neuesten Stand halten möchte und damit Zeit und Energie aus anderen Bereichen umleiten müsste oder ob man abwartet und beobachtet, auf welchen ‘Technologiezug’ man aufspringen könnte, der einem die gewünschten Funktionen und gleichzeitig eine nachhaltige Arbeitsersparnis ermöglicht.

Nun hat das Warten ein Ende!

Dank der Bemühungen innerhalb kollaborativer Plattformen und der damit einhergehenden Wiki-Communities und dem inzwischen auch von allen großen IuK-Unternehmen aufgeschnappten web 2.0-Technologien ist es endlich wieder an der Zeit, die wissenschaftlichen Bibliographien in den Fokus zu nehmen. Und dabei kann dank OpenSource auf kostenpflichtige Tools verzichtet werden.

Wir haben alle notwendigen Voraussetzungen für eine gut funktionierende, global vernetzte Literaturdatenbank, die sich mit privaten Notizen und Dateien/ Medien aller Art verknüpfen lassen.

Noch gibt es unterschiedliche Ansätze, die einerseits einen reinen Offline-Arbeitsplatz unterstützen oder andererseits eine rein online zugängliche Plattform präferieren. Es werden aber allmählich Standards deutlich und Schnittstellen zwischen den vorhandenen Lösungen geschaffen, so dass jetzt der Zeitpunkt für einen Einstieg in die Materie gekommen ist. Nicht nur der reine Eigennutz sollte hier eine Motivation darstellen, sondern ebenfalls die Beteiligung aller wissenschaftlichen Disziplinen, damit das breite Spektrum aller Literaturnutzungsszenarien abgebildet werden kann. Nichts wäre schädlicher als die Dominanz einer Scientific Community und deren etabliertes Bibliographie-System. Auch wäre es natürlich wenig sinnvoll, den Freizeit-Aktivisten das Feld zu überlassen, deren Bedürfnisse in den wenigsten Fällen den Ansprüchen wissenschaftlichen Arbeitens genügt.

Was ist also zu tun? Social Community Building muss mit Literaturdatenbanken vernetzt werden, so dass sowohl die Energie der Nutzerinnen und Nutzer kanalisiert werden kann als auch die klar strukturierte Erfahrung der Bibliothekarinnen und Bibliothekaren integriert wird.

Eines der hier zutreffenden Buzzwords heißt Library 2.0. Hierunter verbergen sich Standards, Software und Plattformen, die sowohl unterschiedliche Ziele verfolgen als auch deutliche Überschneidungen aufweisen. Hier sollen nun kurz wenige Beispiele genannt werden, die für eine neue Ära des Bibliographierens vielversprechende Kandidaten darstellen:

BibSonomybibsonomy

Die von der ‘Knowledge and Data Engineering’-Group der Universität Kassel entwickelte Plattform avancierte in den vergangenen Wochen zu meinem persönlichen Favoriten. Da sich das Netz an vielen Ecken quantensprungartig weiterentwickelt, vermag ich nicht zu sagen, wie lange meine Überzeugung anhalten wird … doch ich bin bei BibSonomy äußerst zuversichtlich :-)

Hier die Gründe für meine überzeugte Wahl:

  • die zukunftsweisende Verwendung des BibTeX-Standards,
  • die sehr gelungene und gerade neu gestaltete Darstellung der eigenen Publikationssammlung,
  • die parallele Darstellung der eigenen Lesezeichensammlung,
  • die ‘frische’ Öffnung einiger ‘Source Code’-Bestandteile per Lizenzierung unter GPL und LGPL,
  • die Schnittstellen zu vielen Bibliotheken (worunter auch die Universitätsbibliothek Karlsruhe zählt),
  • die Möglichkeit, private PDF- und PS-Dateien zu den jeweiligen bibliographischen Einträgen anzubringen (Upload-Limit: 50MB pro Datei),
  • die Etablierung von Gruppen, zur gemeinsamen Nutzung von Bibliographien (inkl. der soeben erwähnten Dateien),
  • die Darstellung der Beziehungen von ‘tags’ und damit der klärenden semantischen Einordnung von bibliographischen Einträgen,
  • und nicht zuletzt der freundliche und schnelle Support der beteiligten Entwickler.

CiteUlikeCiteUlike

Eine hervorragende Plattform zum wissenschaftlichen Bibliographieren. Sowohl das BibTeX- als auch das RIS-Format werden unterstützt, die unabdingbare Faktoren für nachhaltig ausgerichtete Import- und Export-Aktivitäten darstellen. Öffentliche und private Kommentare ermöglichen individuelle Annotationen. Die Verknüpfung zu dezentral gespeicherten PDFs stellt eine wichtige Ergänzung der bibliographischen Daten dar. Die Einbindung der Social Community spielt hierbei eine nicht so herausragende Rolle, da die Pflege der eigenen Datensätze einem selbst überlassen bleibt.

LibraryThingLibraryThing

Diese Plattform hat es sich zum Ziel gesetzt, die privaten Bibliotheken ihrer Nutzer zu digitalisieren und gemeinsam zur Kenntnis zu geben. Ein eher freizeitorientiertes Bibliographieren, das aber auch für die Vernetzung von wissenschaftlicher Literatur genutzt werden kann. Insbesondere das Tagging und das Integrieren bibliographischer Daten aus Online-Katalogen ist bei der Pflege des eigenen virtuellen Bücherregals sehr hilfreich. Das Bibliographieren von einzelnen Artikeln ist hierbei allerdings nicht vorgesehen und spart damit einen großen Teil der wissenschaftlichen Nutzbarmachung aus.

ZoteroZotero

Eigentlich eine für den privaten Arbeitsplatz entwickelte Software, die als Erweiterung des Firefox-Browsers genutzt werden muss. Zwar stellt diese Beschränkung eine Einengung der Entwicklung dar, doch ist Zotero ein sehr komfortables Offline-Bibliographie-Tool. Die Affinität zu Online-Plattformen wie CiteUlike und Librarything hat Zotero jüngst unter Beweis gestellt, da die bibliographischen Daten beider Plattformen auf einfachem Weg in Zotero integriert und den jeweiligen Datenfeldern (fast fehlerfrei) zugeordnet werden können.

Vor allem das Sammeln und Ordnen aller Medien des wissenschaftlichen Recherchierens und Bibliographierens sind hier integriert. Sowohl Offline-Dateien des eigenen Computers, wie auch URLs oder Schnappschüsse ganzer Webseiten stehen mit der individuellen Annotation in Verbindung.

Einen schnellen Einstieg erhält man über den englischen QuickStartGuide oder die deutsche Variante.

update-2Die WebDAV-Schnittstelle ist inzwischen einwandfrei nutzbar, so dass man, einen entsprechenden

box.net

box.net

Speicherplatz vorausgesetzt, seine Zotero-Bibliothek zentral synchron halten kann. Einige Anbieter wie box.net bieten über WebDAV 1 GB freien Speicherplatz an. Das üppigste

MyDrive

MyDrive

Angebot derzeit (Juni 2009) hat mydrive.ch: 2 GB kostenloser Speicherplatz.

Egal, für welche Lösung man sich entscheidet oder welche die nächsten Jahre überdauern wird, folgende Faktoren müssen berücksichtigt werden:

  • Online- und Offline-Varianten müssen möglich sein;
  • soziale Komponenten müssen integriert werden;
  • Standards für Import- und Export müssen anwenderfreundlich realisiert sein;
  • alle zum Recherchieren/ Bibliographieren genutzte Quellen und Medien müssen integrierbar sein;
  • große Bibliotheken und Kataloge müssen über Schnittstellen angeschlossen sein.

Die Diskussion ist natürlich noch lange nicht zu einem allgemein zufriedenstellenden Ende gekommen, aber wer sichbrightbyte daran beteiligen möchte, hat z.B. bei brightbyte die Möglichkeit dazu.

Weitere Online-Varianten zum Bibliographieren sind:

Weitere z.T. kostenpflichtige Offline-Varianten zum Bibliographieren sind:

Verfasst von: interretiatus | Freitag, 5. Juni 2009

Netz-Kritik geistert durch die Presse

Martin Weigert hat einen interessanten Artikel zur aktuellen Netzkritik bei netzwertig.com publiziert und trifft mit der Aussage, dass die Kritik emotional motiviert ist, einen wahren Kern.

Hier Auszüge aus dem Artikel:

clipped from netzwertig.com

Die Anfeindungen zwischen Netz-Kritikern und Web-Enthusiasten erreichen neue Höhepunkte. Warum scheint die Debatte in Deutschland größere Ausmaße anzunehmen als zum Beispiel in den USA?

In Deutschland aber bangt gerade eine ganze Reihe von bisher mit Ansehen und Einfluss ausgestatteten Personen darum, ihre Legitimierung als Bildungselite zu verlieren. Das Ergebnis ist ein Kampf zwischen früheren und zukünftigen Machthabern. Gerne würde ich auf solche Kriegsrhetorik verzichten, doch die für offene, global denkende und zukunftsorientierte Menschen vollkommen unverständlichen, permanenten Querschüsse einiger Vertreter der beschriebenen Gruppen lassen einem keine andere Wahl [...].
Dabei braucht es eigentlich nicht viel, um diesen Kampf zu entschärfen: Ein wenig mehr Offenheit, ein wenig mehr Verständnis und ein klarer Blick nach vorne statt nach hinten. Das wünsche ich mir von all denen, die sich momentan auf Kriegsfuß mit dem Internet befinden.
blog it
Verfasst von: interretiatus | Freitag, 5. Juni 2009

Kostenlose Texterkennung (OCR) online

Über das Online-Angebot Free online OCR kann man kostenlos eingescannte Dokumente per Texterkennung bearbeiten lassen.

Es ist keine Registrierung erforderlich. Lediglich die Anzahl der hochzuladenden Seiten (10 Bilder pro Stunde), der Dateigröße (max. 2 MB) und der Auflösung (max. 5000 Pixel, was bei DIN A4 ca. 420 dpi entspricht) sind beschränkt.

Folgende Dateitypen werden erkannt: PDF, JPG, GIF, TIFF und BMP und als Textsprachen sind Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Niederländisch und Italienisch integriert.

clipped from www.spiegel.de

Google plant die Über-E-Mail

Chatten, mailen, gemeinsam und gleichzeitig an einem Text schreiben – Google bastelt eine Software, die alles kann und kinderleicht zu bedienen ist. Google-Ingenieure versprechen: Damit könnte man sogar Wikipedia machen. Eine erste Demonstration zeigt: könnte klappen.
Was Wave kann, zeigt Google in einer 45-minütigen Videopräsentation, ausprobieren konnte man den Dienst am Donnerstag noch nicht. Bei allen Vorbehalten: Die Software sieht vielversprechend aus – eine Mischung aus E-Mail, Chatprogramm, Wiki, Blog und Fotoportal. Das klingt komplex, die Benutzer-Oberfläche wirkt jedoch intuitiv verständlich.
blog it
Verfasst von: interretiatus | Donnerstag, 28. Mai 2009

OpenThesaurus – Rezept gegen Wortfindungsprobleme

Wer schon immer unter Wortfindungsproblemen litt und für den die Word-Synonym-Suche (verständlicherweise) nicht den erhofften Erfolg brachte, sei auf einen wesentlich besseren Thesaurus hingewiesen:

OpenThesaurus von Daniel Naber.

Insbesondere die Möglichkeit, den Thesaurus als Suchmaschine in das Firefox-Such-Plugin einzubinden ist unschlagbar.

Die Visualisierung der semantischen Verbindungen wird durch das Tool von eyePlorer ergänzt und ist mit OpenThesaurus verbunden.

Das Thema ‘Langzeitarchivierung’ ist an sich keine wirklich spannende Angelegenheit, es geht schließlich um Datensicherung. Spannender wird es, wenn diese Sicherung nicht erfolgte und man verzweifelt nach Backup-Dateien sucht. Die schlaflosen Nächte im Zusammenhang mit einer defekten Festplatte wird wohl schon so mancher gepeinigter Computer-Nutzer hinter sich gebracht haben. Die Folgen sind oft aber ‘nur’ persönlicher Natur … was aber, wenn es um Unternehmensdaten oder gar um das kulturelle Erbe der Menschheit geht?

Dass es nicht immer nur digital zugehen muss, zeigt das Beispiel der Archivierung von Atomlagerplänen auf Spezialpapier durch die britische Atomenergiebehörde.

In Sachen Langzeitarchivierung bildet das Kompetenznetzwerk ‘nestor‘ ein deutsches Bollwerk gegen das Vergessen bzw. Verlorengehen. Und dass es durchaus eine ehrenvolle Aufgabe sein kann, die zu Unrecht verpöhnte Tätigkeit des Archivierens auszuüben zeigt das ‘Team Digital Preservation‘.

Verfasst von: interretiatus | Sonntag, 3. Mai 2009

Wikipedia – Nutzungswarnungen behindern aktive Teilnahme

Es ist sicherlich kein Fehler, über die Besonderheiten der Wikipedia zu informieren …

Schließlich feierte die deutschsprachige Wikipedia im März 2009 ihren 8. Geburtstag und ist damit keine besonders betagte und in die Wissenskultur integrierte Enzyklopädie.

Es ist sicherlich auch kein Fehler, in bestimmtem Umfeld vor deren Nutzung zu warnen oder sie gar zu verbieten …

In wissenschaftlichen Arbeiten hat ein Zitat aus einem Wikipedia-Lemma nur dann etwas verloren, wenn die Arbeit Inhalte oder Funktionen der Wikipedia selbst zum Inhalt hat. Doch schon das Zitieren von Print-Enzyklopädien sollte in derlei Arbeiten wohl überdacht sein.

Es ist aber ein Fehler, zu verhindern, dass man sich an der Wikipedia beteiligt!

Und genau das scheint laut dem Endbericht der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) vom April 2009 ‘Heranwachsen mit dem Social Web. Zur Rolle von Web 2.0 -Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen’ schleichend zu geschehen.

Die Wikipedia schließlich wird nahezu ausschließlich rezipierend verwendet. Aktive
Teilhabe über das Verfassen oder Verbessern von Einträgen bleibt weniger aufgrund
von technischen Hürden aus, sondern weil Anmutung und Leitbild den Eindruck
vermitteln, dass es sich um ein thematisch umfassendes Lexikon handelt, das von
Menschen mit spezialisiertem Wissen bereit gestellt wird. Paradoxerweise wirkt
noch verstärkend, dass in (Hoch-)Schulen auf die mangelhafte, zumindest kritisch zu
hinterfragende Qualität der Beiträge verwiesen wird und somit ein weiterer Anreiz
für die aktive Teilhabe entfällt.
Heranwachsen mit dem Social Web. Zur Rolle von Web 2.0 -Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Endbericht der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). April 2009,  S. 12.

Es ist leider ein Umstand, so paradox er auch anmuten mag, dass die Warnung vor schlechter Qualität, dazu beiträgt, dass man sich junge Menschen gehemmt fühlen, an der Verbesserung der Wikipedia mitzuwirken.

Die Dynamik eines Projektes wie es die Wikipedia darstellt ist nicht stets gleich bleibend. Offenbar haben wir es nun mit einem Stadium zu tun, dass die Wikipedia zu einer Stagnation führen könnte, wenn die heranwachsende Generation (ich möchte sie bewüsst nicht digital natives nennen!) nicht in neuer Art und Weise an das Projekt herangeführt würde.

So plant Wikimedia Deutschland die Schulung von Schülern in der aktiven Nutzung der Wikipedia. Nun ist es also nicht mehr nur wichtig, die Qualität der Inhalte zu sichern, sondern auch die Motivation der Wikipedia-Autoren zu unterstützen. Kein leichtes Unterfangen, an dessen Erfolg die Zukunft des Enzyklopädie-Projekts hängt.

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